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Lehrgangsberichte

Kadertraining mit Sichtung in Karlsruhe

Training in der
alten Reithalle
Karlsruhe

(Karlsruhe, den 5. November 2017) Das letzte Kadertraining des Jahres fand Anfang November in Karlsruhe statt. Traditionell nehmen daran nicht nur aktuelle Mitglieder des Kaders teil.  Das Seminar ist auch offen für interessierte Schützen, die sich den Kadertrainern Sven Zimmermann und Sorin Jurma vorstellen möchten.

Während eines kleinen Mannschaftswettkampfes konnten alle Teilnehmer ihr Können zeigen und wurden hierbei von Sven und Sorin genau beobachtet. Daraufhin bekam jeder Schütze ein paar Hinweise, wie er sein Schießen verbessern kann. In Kleingruppen wurde dann intensiv an der Umsetzung der Korrekturen gearbeitet.

Der zweite Lehrgangstag begann direkt mit einem Einzelwettkampf über 10 Pfeile. Anschließend stellte Sorin seine Trefferstatistik vor, die er über jeden Schützen führt. Hier fließen die gemeldeten Treffer aus dem normalen Training genau so ein, wie die Ergebnisse der Bundesliga, bei Landes- und deutschen Meisterschaften sowie die Leistung bei Kaderseminaren. Im Anschluss an die Fortsetzung der Gruppenarbeit, wurde bekannt geben, dass der Sichtungskandidat Martin Lenz aus Ingolstadt ab sofort festes Mitglied des Kaders ist. Herzlich willkommen im Team.

Die nächsten Kadertrainings dienen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die im April 2018 in Japan stattfinden wird. Die Mitglieder des Budoclub Karlsruhe haben im Dojo in der alten Reithalle wieder für optimale Rahmenbedingungen und leckere Verpflegung gesorgt. Vielen Dank dafür. (Stefan Brendel)

Verbindliches Fortbildung für Trainer Oktober 2017

(18. Oktober 2017),Trainer Fortbildung Gruppe Süd mit Feliks Hoff und Cornelia Brandl-Hoff:

Die Trainerfortbildungsveranstaltung am Wochenende 14./15.10 in Stuttgart stand ganz unter dem Thema Taihai , speziell dem ANKF-Taihai.

Feliks und Conny referierten und moderierten ein umfangreiches Upgrade und Update zu dem Themenkomplex. Neben Vorträgen zur geschichtlichen Entwicklung des Taihais sowie dem Einfluß der Ogasawara-Schule auf die Etikette bis in die Jetztzeit des japanischen Alltags wurden wesentliche Inhalte des Taihai, Auswirkungen auf das Schießen, Fehlermöglichkeiten und Korrekturansätze, Shitsu, Kaizoe-Rolle sowie grundlegende Bewegungsformen für Steher und Knieform und ihre Auswirkung auf die Gruppendynamik eines Tachi dargelegt und in der Gruppe erarbeitet. Die Teilnehmer konnten dabei nicht nur von dem umfangreichem Wissen der Kursleiter profitieren sondern auch von sehr instruktiven Übungen hierzu, die neue erfrischende Ideen und didaktische Übungsansätze für den Unterricht eröffneten.

Ein herzliches Dankeschön für diese sehr gelungene Veranstaltung an Feliks, Connie und das Team vom Dojo Stuttgart! (Wolfgang Strobel)

Verbindliche Fortbildung für Trainer Mai 2017

Gruppenbild
Vorschießen (F. Hoff)
Dozukuri Übungen
Dozukuri Übungen

(Hamburg, Juni 2017) Am 20./21. Mai 2017 fand in den Räumlichkeiten des Alster Dojo in Hamburg die erste verbindliche Fortbildungsveranstaltung Nord für Trainer statt. Gemäß der Vorankündigung war Taihai das Zentralthema dieses Wochenendes an dem sich 20 Trainer eher aus dem norddeutschen Raum teilnahmen.

Ein Eingangsfragebogen diente als erste Bestandsaufnahme zu diesem Themenkreis. Beim Ausfüllen wurde bereits deutlich, dass die meisten Trainer wohl das ANKF-Prüfungs- und Wettkampftaihai sowie die entsprechende Heki-Form kennen und auch unterrichten, darüber hinaus aber im Bezug auf die verschieden Reisha- bzw. Taihai-Formen nur eingeschränkt oder gar nicht informiert sind.

Feliks führte dann in einem Kurzvortrag in die Zusammenhänge von Reiho, Schießen und den entsprechenden Bewegungsformen ein und konnte anhand von japanischen Beispielen verdeutlichen, dass das Bewegungsgrundmuster des Taihai keine ausschließlich auf Kyudo bezogene Form ist, sondern als japanisches Bewegungsgrundmuster in vielen Situationen des Alltags und im Zusammenhang mit Bewegungskünsten die Basis darstellt.

Im Folgenden wurde dann das Wissen und die Beobachtungsfähigkeit der Teilnehmer an Hand von Video-Beispielen gefordert und erörtert. Diese Beobachtung wurde dann in mehreren Runden Hitote, ausgeführt von den Teilnehmern, fortgesetzt. Eröffnende Übungen zu den Teilaspekten dozukuri, ikiai, maai und zanshin rundeten den Samstag ab, bevor man sich zum gemeinsamen Essen traf.

Am Sonntag standen vor allem praktische Übungen und Demonstrationen im Programm, bevor die eine sehr positive Rückmelderunde der Teilnehmer dies Seminarwochenende abschloss.

Im Oktober werden Trainer des süddeutschen Raums in Stuttgart die Möglichkeit haben sich in diesem Rokka des Kyudo fortzubilden. (Connie Brandl-Hoff, Text und Fotos)

BuL „Rokka" 22./23. April 2017 in Hamburg mit S. Kameo und C. Brandl-Hoff

Gruppenbild
Beim Üben
C. Brandl-Hoff Makiwara
Vortrag Kameo Shigeyasu

(Hamburg, Juni 2017) Die so genannten „sechs Fächer" - kyu-ri (Technik des Bogenschießens), kyu-rei (Schießformen, Etikette), kyu-ho (Handhabung des Materials), kyu-ki (Wissen um das Material), kyu-ko (Materialherstellung und Reparatur) sowie ren-shin (Training von Geist und Körper) ergänzt durch shimei (die Zeremonien) - gehören zum essentiellen Wissen des Kyudo. Als Fortführung der Veranstaltung in Frankfurt im letzten Jahr fand darum am vorletzten Aprilwochenende im Alster Dôjô in Hamburg ein Rokka-Seminar statt, zu dem Kyudoka aus Berlin, Bremen, Lübeck, Erlangen, München, Wardenburg und Neandertal angereist waren. Als Lehrer hatten sich Shigeyasu Kameo, 6. Dan Renshi und Connie Brandl-Hoff, 5. Dan Renshi zur Verfügung gestellt. Ursprünglich auf Trainer und Dan-Träger begrenzt war das Seminar wegen der unerwartet geringen Anzahl von Anmeldungen auch für 1. Kyu-Träger geöffnet worden.

Bei kalten Hamburger Wetter mit plötzlichen malerischen Schauern, sogar Hagel, konnten die Glasschiebetüren des Dôjô zwar noch nicht geöffnet werden, trotzdem lud die holzverkleidete Schießhalle in Hamburg-Lokstedt mit ihrer japanisch orientierten Ästhetik und der sich in frühlingshaftem Grün präsentierenden Schießfläche zu konzentriertem Arbeiten in Theorie und Praxis ein.

Der Sonnabend begann mit Vorschießen durch beide Lehrer vor dem Makiwara und Komato-Mae in vereinfachter Form. Da die Veranstaltung stilübergreifend konzipiert war, erfolgte dies in Heki taihai und ANKF taihai. Anschließend schossen die knapp 20 Teilnehmer hitote, um den Lehrern Gelegenheit zu einer Einschätzung der individuellen Fähigkeiten wie auch des Verhaltens in der Gruppe zu geben. Es schloss ein längerer Vortrag von Shige sensei an, der durch Skizzen an der Tafel und eine Bildpräsentation per Beamer unterstützt wurde. Hauptthema waren die ersten vier Fächer,  kyu-ri, kyu-ho und kyu-ki, also passende Schießtechnik unter der Berücksichtigung der dynamischen Eigenschaften des jeweils verwendeten Materials. Ausführungen zum materialem Aufbau der verschiedenen Bogenarten und dessen Auswirkung auf das spezifische Schießverhalten des jeweiligen Bogens standen so neben Erörterungen zu den Komponenten Sehne und Griffwicklung oder Gewichtsabstimmung und Flugverhalten der verschiedenen Pfeilarten.

Der Sonntag wurde ebenfalls mit einem Vorschießen durch beide Lehrer eröffnet, dieses Mal allerdings zur Demonstration des Themas dieses Lehrgangstages im sharei, der formellen Form. Beide Lehrer traten in Kimono mit fünffachem Kamon auf – Shige sensei mit der Paulownienblüte, Connie sensei mit dem Dreifach-tomoe. Anschließendes Theoriethema waren kyu-rei und ren-shin – die kontinuierliche Verbesserung der Etikette und der körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Leistungen. Praktisch ergänzt wurde der Kurzvortrag von Shige sensei durch anschließende taihai-Durchläufe mit Korrektur und Kommentar, wobei speziell Wert auf die Perspektive des ausbildenden Trainers gelegt wurde.

Es war so wenig überraschend, dass in der Abschlussrunde des Seminars die Resonanz unter den Teilnehmern sehr positiv ausfiel. Insbesondere das Nebeneinander der beiden Stile Heki und Shomen wie auch der Wechsel von informell zu formell im Vorschießen wurden positiv aufgenommen, da sie die Fokussierung auf das Wesentliche des Schießens und Verhaltens unterstrichen. Zwar konnten aus Zeitgründen nicht alle Fragen zu Material und Einzelproblemen geklärt werden, aber man war sich einig, dass die ruhige, entspannte, sogar gelassene Atmosphäre wesentlich zum Erfolg des Seminars beigetragen hatten. Als didaktisch vorteilhaft - also  Nachhaltigkeit der Lehre und Vermittlung der Inhalte dienend - wurde die geringere Teilnehmerzahl gelobt. Dennoch stellte sich die Frage, ob sich unter diesen Umständen noch der niedrige finanzielle Teilnehmerbeitrag halten lässt. In Fortführung der Thematik soll das nächste Seminar „Sharei" im November 2017 stattfinden. (Peter Rodenberg (Text), Shigeyasu, Connie Brandl-Hoff, Fotos)

Frühjahrs-Trainer-Gasshuku 2017 mit Mori-Sensei

Teilnehmer Mori Seminar 2017
Vortrag Mori Sensei
Im Seminar
Im Seminar
Lehrer und Übersetzer
Mori Sensei und Manfred Speidel

(Hamburg, Juni 2017) "Wenn keine Liebe zwischen Schülern und Lehrer fließt, ist der Unterricht untauglich"

mit diesem Zitat aus den Gesprächen von Johann Peter Eckermann mit Goethe umriss Mori Sensei die grundlegende Haltung zwischen Trainer und Schülern. Während des dreitägigen Trainerseminars, das die Kyudoabteilung des Budo Club Karlsruhe, anlässlich ihres 40 jährigen Jubiläums ausrichteten, stand neben der Einstellung und Haltung der Trainer beim Unterrichten, vor allem das individuelle Üben im Vordergrund.

Die Gruppe war gut gemischt aus Trainern und Trainerinnen mit langjährigen Erfahrungen und einigen „Newcomern" mit großem Wissensdurst. Beim Vorschießen bekam jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer Übungsaufgaben und hilfreiche Hinweise für das eigene Schießen. Mori Sensei widmete sich an allen Tagen mit großer Aufmerksamkeit und Geduld unseren Fragen und Belangen. Dank der gewissenhaften Übersetzung von Manfred Speidel und den beigefügten Erläuterungen von Feliks Hoff konnte die Gruppe weitere Facetten und Inhalte der Heki Schule kennenlernen.

Mori Sensei stellte uns eine Typisierung von Schützen vor, die zu Edozeiten in der Sekka-ha Schule beschrieben wurde. Man definierte fünf Gruppen mit unterschiedlichen Merkmalen. Temai Ite  - der schön schießende Schütze, Seiki Ite - der kräftige und lebendige Schütze, Tekiki Ite - der exzellent treffende Schütze, Goukyu  Ite - der Schütze, der einen starken Bogen ausdauernd schießen kann und Koushi Ite - der exzellente Lehrer, der nicht zwingend ein exzellenter Schütze sein muss, aber in der Lage ist das Schießen und theoretische Inhalte zu vermitteln. Zu Kriegszeiten waren vor allem die kräftigen, exzellent treffenden und ausdauernd schießenden Schützen wichtig. In Friedenszeiten, wie wir sie jetzt erleben, ist der exzellente Lehrer von großer Bedeutung. (Schreibweise der japanischen Begriffe unter Vorbehalt)

Ausgehend davon hat Mori Sensei im Jahr 2016 auf seiner Europareise die Schießtechnik von 204 Schützen analysiert. Er konzentrierte sich bei jedem Schützen auf zwei markante Fehler/Mängel. Die Auswertung ergab, dass ca. 23% der Mängel im  Zusammenhang mit dem Tsunomi no Hataraki standen. Ca.17% der Fehler veränderten die Form des Tenouchi bis zum Hanare. Ca.14% zeigten Mängel in Bezug auf das Hanare selbst. Eine Gruppe von ca.9% wiesen Fehler beim Zanshin auf. Fehlerhaftes Aufziehen sowie Mängel im Zusammenhang mit Tsumeai, Nobiai, Nerai, Probleme mit dem Material, mentale Planung, Yurumi, Metsukai, Uchiokoshi, Bikuri und Monomi umfassten die zudem aufgetretenen Mängel.

Mori Sensei vermittelte uns die Wichtigkeit, dass die Schülerinnen und Schüler selbst ein Verständnis entwickeln den Fehler wahrzunehmen, Bewegungsabläufe zu planen und die Erfahrung der Bewegung zu erweitern. Als Trainer sind wir aufgefordert unsere Beobachtungsfähigkeit zu schulen und mit einer Haltung von Sympathie und Aufmerksamkeit die Gefühle, Ängste und Befindlichkeiten wahrzunehmen. In solch einer Atmosphäre von Wohlwollen und Einfühlungsvermögen herrscht ein optimales Lernklima.

Und genau das prägte die Tage während des Gasshuku. Dankbar und bereichert verabschiedeten wir uns von unserem Bundestrainer, der erneut den weiten Weg auf sich genommen hat, um uns ganz im Sinne des Goethe-Zitats, mit seinem Wissen und großen Wohlwollen zu unterstützen.

Die Karlsruher Trainergruppe freute sich sehr über die Glückwünsche und freundlichen Worte, die Connie Brandl-Hoff in ihrer Funktion als Vizepräsidentin Ausbildung, zum 40 jährigen Jubiläum der Kyudoabteilung übermittelte. Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle allen Helfern und Helferinnen ausgesprochen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. (Text: Marianne Gröger-Schaffer Fotos: Otmar Hirth, Connie Brandl-Hoff)

Landeslehrgang Würzburg mit F. Hoff

(Würzburg, Juni 2017) Die  Kyudo-Schützen des Main-Dojo Würzburg e.V. hatten am Wochenende vom 22./23. April nun zum dritten Mal Feliks F. Hoff, 6. Dan Kyoshi, zu einem vereinseigenen Lehrgang nach Würzburg eingeladen. Neben 18 Mitgliedern vom 6. Kyu bis zum 3. Dan waren als Gäste Barbara Lemke, 5. Dan, Gründungs- und Ehrenmitglied des Main-Dojo, sowie Kay Radke, 3. Dan, der den Verein in seiner trainerlosen Zeit als Übungsleiter unterstützte, beide aus Erlangen, mit dabei.

Feliks eröffnete am Samstag den Lehrgang mit einem Yawatashi. Nach dem anschließenden Vorschießen bekamen alle Teilnehmer individuelle Korrekturen, die danach jeder im freien Schießen für sich umzusetzen suchte. Generelles Thema des Lehrgangs war zudem Nobiai, das dann auch in einem Theorie-Teil von Feliks anschaulich und ausführlich erklärt wurde. Sehr wichtig, sowohl für die Anfänger am Makiwara als auch die Mato-Schützen, waren die Hinweise, wie sich jeder selbst im Zanshin anhand der Stellung von Yunde und Mette überprüfen konnte, ob er die Bewegungen auch   annähernd korrekt ausgeführt hatte. Feliks thematisierte dabei auch die Wichtigkeit der korrekten Ausführung aller Hassetsu, da nur daraus ein „ehrliches" Zanshin resultieren kann.

Der Sonntagmorgen begann mit einer Makiwara-Reisha-Heki-Zeremonie, durchgeführt von Feliks. Dazu erfolgte auch eine Einführung in die Hintergründe der Kyudo-Zeremonien, z.B. über die Entstehung und den unterschiedliche Einsatz von Hoshi- und Kasumi-Matos. Der folgende Schießverlauf mit Überprüfung der Umsetzung der einzelnen Korrekturen wurde von Feliks um einen weiteren Theorieteil zum Thema Nobiai ergänzt, der den optimalen Kräfteverlauf und der Kraftrichtung, vom Rumpf über die Schultern und Arme bis zu den Händen beinhaltete.

Gegen 14.00 Uhr ging dann ein für alle Schützen lehrreiches Wochenende in einer konzentrierten, aber auch fröhlichen Atmosphäre zu Ende, verbunden mit der Hoffnung, daß dies nicht Feliks letzter Besuch im Main-Dojo Würzburg war.  (Jutta Zinnheimer-Dreikorn)

Trainer C-Ausbildung - Prüfungswochenende

Trainer C Ausbildungsgruppe 2015-17
Lehrproben
Bewertung der schriftlichen Prüfungen

(Hamburg, den 6. Juni 2017) Trainer C Prüfung in Frankfurt

Nach zwei Jahren intensiver Ausbildung trafen sich 22 Trainer C Anwärter und ihre 9 Ausbilder / Prüfer am 25./26. März in der  der Sportschule des Landessportbunds Hessen in Frankfurt zur Prüfung. Diese beinhaltet eine zweistündige, schriftliche Prüfung, eine mündliche Prüfung und eine Lehrprobe. Die einzelnen Prüfungsabschnitte wurden ruhig und konzentriert durchgeführt. 

Drei Kandidaten müssen noch eine Teilprüfung nachholen, alle anderen Teilnehmer konnten die Ausbildung erfolgreich abschließen. Herzlichen Glückwunsch!

Dem Frankfurter Verein gilt ein besonderer Dank. Es wurde in einer Halle extra für die Prüfung ein Azuchi aufgebaut und es standen ausreichend Schützen für die Lehrproben bereit. 

Herzlichen Dank an die Ausbilder/Prüfer dieser 12. Ausbildungsgruppe im deutschen Kyudo, die mit großem inhaltlichen Engagement und hohem zeitlichen Aufwand die Anwärter erfolgreich ausbildeten: Feliks F. Hoff, Manfred Speidel, Connie Brandl-Hoff, Sven Zimmermann, Lilo Reinhardt, Thomas Baer, Sorin Jurma, Fitz Eicher und Dagmar Baer. (Connie Brandl-Hoff)

Feliks F. Hoff erläutert
Hinweise zur Theorie
und Praxis des Prüfens
Üben des Yawatashi
für eine
Prüfungseröffnung
Üben des Yawatashi
für eine
Prüfungseröffnung
Aufbau eines Dojo
für eine Prüfung
Durchführung einer
Realprüfung (Wartezone)
Übungen zum Shitsu
während einer Prüfung
Übungen zum Shitsu
während einer Prüfung
 

Bericht vom BuL Prüfer in Göttingen

( Lübeck, den 2. März 2017) Unter der Leitung der Vizepräsidentin Ausbildung Connie Brandl-Hoff fand am vergangenen Wochenende in Göttingen der Bundeslehrgang „Fortbildung für Prüfer“ statt. Als Lehrer standen neben Feliks Hoff Dagmar und Thomas Baer aus Berlin sowie Connie zur Verfügung.
Mit insgesamt 39 Teilnehmern startete am Samstag eine recht große Lehrgangsgruppe mit 31 altgedienten Prüfern, die sich zwecks Lizenzverlängerung eingefunden hatten, sowie 8 Prüferanwärtern.
Im ersten Theorieblock stellte Feliks die Revision der ANKF Prüfungskriterien vor und gab umfangreiche Erläuterungen und Hinweise zur Theorie und Praxis des Prüfens.
Anhand von Videobeispielen übten die Teilnehmer die Überprüfung der Kriterien für die jeweilige Graduierung. Sie waren gefordert aufgrund zweier Schüsse einer Gruppe von Schützen vor dem Makiwara und zweier Tachi einer Prüfungsvorbereitungsgruppe den jeweiligen Kyugrad der Schützen zu ermitteln. In der Auswertung zeigten sich unter den „Prüfern“ zum Teil erhebliche Abweichungen in der Einschätzung der abgelieferten Leistung So wurde bspw. ein Schütze einmal als 5. Kyu und ein anderes Mal als 2. Kyu eingeschätzt.
Die Tatsache, dass bei objektiv gleichen Voraussetzungen für die Prüfer (Videoaufnahme für alle gleich gut sichtbar, Kenntnis der jeweiligen Kriterien für alle gegeben) dermaßen unterschiedliche Ergebnisse zustande kommen, zeigt dass das Spektrum der Wahrnehmung doch sehr unterschiedlich ist.
Im praktischen Teil des Lehrgangs ging es um die Gestaltung des Prüfungsrahmens.
In zwei Gruppen eingeteilt waren die Lehrgangsteilnehmer gefordert die Durchführung einer Kyu-Prüfung zu organisieren. Während den Prüferanwärtern die Beobachterrolle zukam, hatten die Lizenzinhaber die Aufgabe der Ausgestaltung des Prüfungsrahmens und der Organisation der Prüfung.
Für eine simulierte Prüfung standen fünf freiwillige Schützen des ausrichtenden Vereins zur Verfügung. Alle Lehrgangsteilnehmer hatten die Aufgabe die gezeigten Leistungen auf den 3. Kyu hin zu überprüfen. Wenngleich vielfache Übereinstimmung gegeben war, so passierte es doch auch in dieser Situation, dass teils deutliche Abweichungen in der Einordnung gegeben waren. In einem Fall wurde von vielen Teilnehmern bspw. ein KO-Kriterium übersehen, so dass auch in diesem Durchgang die Problematik der unterschiedlichen Wahrnehmung deutlich wurde. Mag es in dem ein oder anderen Fall der tatsächlich unterschiedliche Blickwinkel gewesen sein, so ist aber zu vermuten, dass auch hier subjektive Einflüsse die Beurteilung nachhaltig beeinflußt haben.
Zum Abschluss des Lehrgangs fand eine reale Kyuprüfung (1 Teilnehmer zum 3.Kyu, 4 Teilnehmer zum 1. Kyu) statt, die durch ein Prüfungsgremium bestehend aus Prüfern verschiedener Landesverbände durchgeführt wurde. (Text: M. Riemer, Fotos: C. Brandl-Hoff, Kameo Shigeyasu)

Bundeslehrgang „Technik und Kihontai“

 

(Frankfurt, den 17./18. Februar 2017) Unter dem Titel "Technik und Kihontai zum korrekten und erfolgreichen Schießen" hatte der DKyuB den ersten Bundeslehrgang des Jahres ausgeschrieben. Offensichtlich war dieses Thema, ganz sicher aber auch die hochrangige Lehrgangsleitung mit Gérald Zimmermann (Kyoshi, 6. Dan ) und Shigeyasu Kameo (Renshi, 6. Dan) Grund genug für 35 Kyudoka nach Frankfurt zu kommen. In seinen Einführungsworten betonte Shige die schul- und stilübergreifende Idee des Lehrgangs mit den Worten, die Begriffe Shomen oder Heki an diesem Wochenende nicht hören zu wollen. 

Nach der formellen Eröffnung des Lehrgangs durch ein Yawatashi von Gérald verschafften sich die Seminarleiter durch ein Hitote einen Überblick über das aktuelle Können der Teilnehmer. In dem sich anschließenden Theorie-Teil erläuterten Gérald und Shige das Kihontai und die Beziehung zu den Kyudo-Prinzipien. Zahlreiche Beispiele und kleine Übungen verdeutlichten dabei Hintergründe und Zusammenhänge. Dadurch, dass die Sensei sich gegenseitig in ihren Wortbeiträgen ideal ergänzten, entstand eine differenzierte Sichtweise, die zu einem ganzheitlichen Bild führte. Fragen seitens der Teilnehmer wurden ausführlich erörtert.

Der zweite Lehrgangstag wurde mit einem Yawatashi von Shige eröffnet. Bei den anschließenden Schießübungen ging es darum, die am Vortag gelernten Prinzipien in die Praxis umzusetzen. Hierbei erhielten die Teilnehmer immer wieder Impulse und auch die ein oder andere persönliche Korrektur durch die Lehrer. Bei der abschließenden Schießrunde waren dann auch Verbesserungen im Taihai und im Fluss der Hassetsu deutlich erkennbar.

Ein eindrucksvolles Beispiel für gelungene Harmonie demonstrierten Gérald und Shige im abschließenden Hitotsu Mato Sharei. Die Rückmeldungen in der Feedbackrunde waren durchgehend positiv, wobei nicht nur der Wunsch nach einer Fortsetzung des Seminars geäußert, sondern auch mehrfach der schul- und stilübergreifende Ansatz lobend erwähnt wurde. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit im kommenden Jahr.

Vielen Dank an Gérald und Shige für ihr Engagement und die  Helfer vom Kyudojo Frankfurt für die Organisation, den reibungslosen Ablauf und die erstklassige Verpflegung. (Text: Stefan Brendel und Rolf Gückel, Fotos: S.Kameo, S.Brendel, R.Gückel)

BuLe Heki Bad Dürkheim

Hitote
Korrektur Erläuterungen
Technik-Training in Dreier-Gruppen
Gruppenfoto

(Hamburg, den 17. Dezember 2016) Bad Dürkheim, 19. / 20 November. Unter der Leitung von Connie Brandl-Hoff und Fritz Eicher trafen sich 31 Kyujin sich zum zweiten Bundeslehrgang „Heki Technik“ in BadDürkheim. Die Schwerpunkte der Veranstaltung bildeten die Vorträge der beiden Lehrer,sowie das praktische Umsetzen der Inhalte während intensiver Schießeinheiten mit Einzelkorrektur. Fritz eröffnete das Seminar mit einem Heki Taihai. Nach vier Pfeilen zum Einschießen arbeiteten die Teilnehmer in Kleingruppen mit der Möglichkeit zur Einzelkorrektur durch die beiden Lehrer. Im anschließenden Theorieteil erörterte Connie die sechs Grundregeln für das Treffen auf Basis der Schriften von Urakami Sensei (Kyudo Oyobi Kyudoshi) sowie einem Vortrag von Sekine Sensei vom Heki-Sommerseminar 2016 in Düsseldorf. Dabei wies Connie im besonderen auf die Bedeutung hin, sich immer wieder mit diesen Texten auseinander zu setzen. Allerdings sollte man dies nicht nur alleine tun, sondern auch andere Möglichkeiten nutzen, die Sichtweise auf diese Texte zu erweitern, woraus sich in der Folge neue Einsichten und ein tieferes Verständnis ergäben.

In seinem Theorieteil ging Fritz auf die Bedeutung von Hineri und Fuseru mit Bezug auf die Paragraphen 3 (Hokubuse No Kane) und 9 Tsume No Koto ein. Als die Vorteile von Hineri und Fuseru wurde u.a. genannt, dass durch diese Bewegungen das Zielen optimiert wird, da der Bogen eine höhere Stabilität erreicht, aber auch, dass mit Hineri und Fuseru eine Vergrößerung des Nobiai mit der Folge einer erhöhten Energie in das System Bogen, Sehne Pfeil stattfindet. Nicht zuletzt erklärte Fritz, wie Hineri den Weg der Sehne verändert, wodurch Verletzungen beim Vorschnellen der Sehne zum Beispiel am Ohr oder linkem Unterarm vermieden werden können. Für die Ausführung von Fuseru und Hineri kann nicht überbetont werden, dass diese beiden Bewegungen immer im Gleichgewicht sein müssen, da ein einseitiges Übergewicht zu typischen Fehlschüssen führt. Bezüglich des Krafteinsatzes gilt, diesen kontinuierlich ab Yugamae über Sanbunnoni zu steigern und bis zu einem Maximum ins Zanshin zu führen.

Einen Schwerpunkt des zweiten Seminartages bildete die Arbeit in der Kleingruppe mit dem Thema „Beobachtungsübung für Hitote“, wozu ein Schütze von drei Beobachtern mit den Perspektiven „Körperseite vorne“, „Körperseite rechte Schulter“ und „Körperrückseite“ „umstellt“ wurde. Dazu erhielten die Teilnehmer ein Papier zu den einzelnen Perspektiven, auf dem die Beobachtungen fest gehalten werden sollten. In der abschließenden Feedbackrunde betonten einige Teilnehmer die Schwierigkeit, das Gesehene beim Hitote so schnell in Worte fassen zu können. Dazu fehle in aller Regel die Gelegenheit dies zu üben. Insgesamt herrschte die Überzeugung vor, dass Inhalt, Struktur und Durchführung des Lehrgangs sehr gut geeignet waren, die eigene Einsichten zu vertiefen und die Optimierung der persönlichen Schießtechnik zu fördern. Hinweise auf ein noch effizienteres Nutzen der zur Verfügung stehenden Zeit nahmen Connie und Fritz gerne auf.
Ein Dankeschön gebührt den Helfern vom Bad Dürkheimer Dojo, ganz besonders aber Birgit Eichers Team, das wieder einmal für das leibliche Wohl der Teilnehmer auf Drei-Sterne-Niveau gesorgt hatte. (Text: Rolf Gückel, Fotos: Brandl-Hoff, Rolf Gückel)

BuLe Heki Technik Berlin

Hitote, Vorschießen vor dem Lehrer
Gruppenfoto des BuL Heki Technik
in Berlin

(Hamburg, den 17.Dezember 2016) Am 8./9.10.2016 lud der Kyudo Dojo Berlin e.V. unter der Leitung von Boris Proppe zum Bundeslehrgang mit dem Thema Heki-Technik in die Hauptstadt ein. Aufgrund von Hallenproblemen konnten leider nur etwas mehr als 20 Teilnehmer aus der ganzen Republik den Ausführungen von Feliks F. Hoff, Kyoshi, 6. Dan, zu Besonderheiten der Technik der Heki Ryu folgen.

Lehrer war Feliks Hoff, der nach einem Yawatashi zunächst allen Teilnehmern nach einem Hitote Gyosha eine Korrektur zukommen ließ und darüber hinaus auf der Basis des von ihm beobachteten Schießens noch ausführlicher Details zu Technik und Taihai darbot.

In der Tradition der früheren Herbstseminare griff Feliks die Themen der Sommerlehrgänge (Hineri und Fuseru, Regeln für das Treffen nach S. Urakami) sowie die Rückmeldungen der japanischen Lehrer auf, und erläuterte noch einmal ausführlicher die Kriterien für das Bestehen einer Prüfung nach den Richtlinien der ANKF.

Das Theorieangebot am Samstag drehte die übliche Betrachtungsweise des Schussverlaufes um, indem der Schuss nach dem Motto "Vom Zanshin her denken" durchgearbeitet wurde. Obwohl scheinbar inhaltlich das bereits Bekannte wiederholt wurde, ergab sich doch vermehrt die Einsicht, dass das Zanshin, aber davor natürlich auch der Abschuss, das Nobiai, das Hikiwake usw. jeweils Bedingungen und Qualitäten brauchen, um im nächsten Schritt erfolgreich sein zu können oder aber eben nicht.

Der Tag schloss mit weiteren Schüssen, bei denen man das Gehörte versuchte umzusetzen bzw. beim Lehrgangsleiter noch einmal eine Überprüfung des eigenen Schusses einzufordern.

Der Sonntag griff zunächst noch übrig gebliebene Fragestellungen auf und wurde im Wesentlichen damit gefüllt eine bestimmte Form der Beobachtungsübung in einer Vierergruppe zu praktizieren. Dazu gab es pro Teilnehmer  einen Beobachtungsbogen, der zwar einerseits die Hassetsu aber auch andere Bewegungsqualitäten wie Bewegungsbalance, Stabilität in den Körperachsen, Zeitpunkt des Hanare u.a. betonte und dadurch die Sicht auf Zusammenhänge schärfte. Obwohl der Lehrgang der Lizenzverlängerung von Trainern gewidmet war, die auch mehr als die Hälfte der Teilnehmerschaft ausmachten, konnten doch auch die unlizensierten Schützen aus dieser Übung Nutzen ziehen, wenngleich die Beobachtungsfähigkeit natürlich noch nicht immer ausreichend war.

Insgesamt kann man sagen, dass dies für alle ein intensives Fortbildungswochenende war, dass viele Aspekte und Methoden anbot, so dass die Rückmelderunde sich uneingeschränkt positiv zu Verlauf und Inhalt äußerte.

Interessant war, dass die Nicht-Trainer es gut fanden, nicht nur als Versuchsobjekte für die Trainer zu dienen, sondern alle Angebote uneingeschränkt mitmachen konnten.

Es ist immer wieder eine Freude in der Gruppe der Gleichgesinnten den Worten der erfahrenen Lehrer zu lauschen, die durch Ihr Engagement dafür Sorge tragen, dass dieser Sport noch lange in hoher Qualität in Deutschland ausgeübt werden kann.

Dafür einen herzlichen Dank.

(Text: Arndt Meier, C. Brandl-Hoff, Foto Walter Janik)

Bericht zu den europäischen IKYF-Seminaren in Amsterdam

Die Sensei v.l.: Usami Y., Akiyama T.,
Okazaki H., Ishikawa T.
Vorlesung A-Seminar - Usami Sensei
Aufstellung A-Seminar

(Erlangen, den 10. September 2016) Die europäischen Seminare der IKYF fanden dieses Jahr im niederländischen Amsterdam statt. Veranstaltungsort waren die Sporthallen Zuid, wo bereits 2013 die Kyudo Europameisterschaften statt gefunden hatte.

Zahlen – Daten – Fakten:

Drei Seminare, vier Sensei, vier Shajo, 22 Nationalitäten, 500 Teilnehmer

Die Lehrer:

Die IKYF hatte mit Ishikawa Takeo, Hanshi 9. Dan; Okazaki Hiroshi, Hanshi 8. Dan; Akiyama Terumi, Hanshi 8. Dan; Usami Yoshimitsu, Hanshi 8. Dan eine sehr hochrangige Delegation nach Amsterdam geschickt. Sachkundige Dolmetscher besorgten die Übersetzung der Vorträge und persönlichen Hinweise der Sensei.

Das A-Seminar

Inhaltlicher Schwerpunkt des A-Seminars war Kihon Taikei, das auch in der schriftlichen Prüfung zum 5. Dan abgefragt wurde. Auf die drei Kreuze, insbesondere im Zanshin, wurde besonderer Wert gelegt. Dies spiegelte sich dann auch in den individuellen Korrekturen wider.

Die Teilnehmer fanden in den Sensei ausgesprochen engagierte Lehrer. Am ersten Tag referierte Okazaki Sensei für alle Teilnehmer über die Schwierigkeiten beim Kyudo und die Bedeutung des Nobiai sowie die mentalen Anforderungen an den Schützen. Seine Ausführungen endeten mit den Worten (Übersetzung ins Englische von Sebastian Koga): „You are all so serious. Why don’t you experiment with a more playful heart? ... You have to make it more interesting. From this kind of attitude you will have new horizons open. If it isn’t fun, there isn’t really a purpose to do kyudo. If it is truly fun, then people are willing to overcome even difficult obstacles. “ (Ihr seid alle so ernst. Warum experimentiert Ihr nicht mit einem mehr spielerischen Herzen? … Ihr müsst es interessanter machen. Mit einer solchen Haltung eröffnen sich Euch neue Horizonte. Ohne Spaß/Freude hat es eigentlich keinen Zweck, Kyudo zu betreiben. Mit der rechten Freude an der Sache überwinden Menschen auch die schwierigsten Hindernisse” ((Übersetzung Rolf Gückel)) )

Um ein individuelles Arbeiten zu ermöglichen, fanden Unterteilungen in Kleingruppen statt. Beispielsweise erläuterte Usami Sensei die korrekte Körperhaltung, die Richtung der Kräfte, das Zielen und Tenouchi. Aber auch Taihai-Übungen kamen nicht zu kurz. Die Grundbewegungen inklusive Betreten und Verlassen des Dojo, Hada Nugi und Taski Sabaki wurden ausführlich erklärt und geübt.

Das C-Seminar

Beim C-Seminar konnten die japanischen Sensei auf die Unterstützung europäischer Shogo zurückgreifen. So gab es in jedem Shajo mit zirka 50 Teilnehmern einen Sensei und zwei europäische Assistenten. Trotzdem ließen sich Wartezeiten für die Schützen aufgrund der hohen Teilnehmerzahl nicht vermeiden.

Im Anschluss an jeden Seminartag bestand für die deutschen Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen an Connie und Feliks zu richten. Dabei ging es beispielsweise um die Klärung möglicher Missverständnisse bei Korrekturen oder Informationen zu Etikette und Verhalten auf internationalem Parkett.

Die Prüfungen

Im Anschluss an das jeweilige Seminar bestand wieder die Möglichkeit zur Dan-Prüfung. Die Erfolgsquote unterstreicht einmal mehr die bekannte Tatsache, dass die Ansprüche mit zunehmender Dan-Graduierung extrem ansteigen. Shodan: 100 Prozent, Nidan: 91Prozent, Sandan: 40 Prozent, Yondan: 24 Prozent, Godan: 13 Prozent, Rokudan: 18 Prozent, Renshi: Null Prozent. Hervorzuheben ist auf jeden Fall, dass Beate Dorst-Lehmann (Frankfurt) es in die zweite Runde der Renshi-Prüfung schaffte. Allerdings reichte die Leistung im Mochi Mato nicht ganz aus, so dass dieses Jahr kein Renshi-Titel in Europa verliehen wurde.

Die Ausrichter

Die vielen Helfer des niederländischen Verbandes (Kyudo Renmei Nederland) sorgten für einen herzlichen Empfang und einen reibungslosen Ablauf der Seminare und Prüfungen. Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft. 

(Text und Bilder: Stefan Brendel)

IKYF Seminar Amsterdam: Mein erstes Mal

Taihai- Training in Großgruppe
Vorschießen im Tachi
Individuelle Korrekturen
Teilnehmergruppe C-Seminar
mit Teilnahmeurkunden
Sho-Dan Prüfung T. Schöwing
Prüfungssituation C-Seminar

( Hamburg, den 10. September 2016) "Willkommen auf dem internationalen Kyudo-Parkett", rufen mir zwei meiner Hamburger Trainer entgegen, denen ich durch Zufall am Vorabend des diesjährigen IKYF-C-Seminars in Amsterdam begegne. Ich bin auf dem Weg zur Registrierung in der Sporthal Zuid, die gleich gegenüber vom Olympiastadion liegt. Ein wahrlich internationaler Rahmen, wie sich dann auch beim Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, die mir bei der Registrierung ausgehändigt wird. 

Meine bisherigen Prüfungen hatte ich alle daheim im Hamburger Alster Dojo machen können. Nun will ich versuchen, die Prüfung für den 1. Dan zu bestehen. Die vertrauten Trainer-Gesichter sind da ein willkommener, weil beruhigender Einstieg. Als ich dann auch noch überaus freundlich von dem niederländischen Helfern eingewiesen werde und meine Startnummer entgegennehme, ist die leichte Aufregung schnell verflogen. Natürlich werfe ich auch einen ersten Blick auf die beiden Hallen mit insgesamt vier Shajos, in denen wir fast 200 Shodan- und Nidan-Kandidaten in den nächsten drei Seminartagen auf die Prüfung vorbereitet werden. Dass die Registrierung schon am Vorabend des Seminarbeginns möglich ist, empfinde ich als angenehme Möglichkeit, sich schon einmal mit den lokalen Begebenheiten vertraut zu machen. Sehr praktisch dabei: In einer weiteren Halle, die für das Makiwara-Schießen vorgesehen ist und in der auch zwei Verkaufsstände mit Kyudo-Zubehör aufgebaut sind, kann man schon mal seine Ausrüstung deponieren.

Als ich am nächsten Morgen fast eine Stunde vor dem Angrüßen an der Sporthalle ankomme und schon die Befürchtung habe, dass ich so früh allein auf weiter Flur stehe, staune ich nicht schlecht, dass schon Dutzende andere Kyudoka da sind, viele schon in Hakama-Montur. Ich scheine also nicht der einzige zu sein, der sich in Ruhe umziehen und bloß nicht zu spät zur Eröffnungszeremonie erscheinen will. Sehr beruhigend auch, dass die meisten anderen ebenfalls etwas angespannt zu sein scheinen. Ich empfinde es allerdings als eine durchaus angenehme, sehr positive Anspannung, eher sogar als Vorfreude: Nach der intensiven Trainingsarbeit in den Wochen zuvor soll es nun auch endlich losgehen! Als wir 200 Kyudoka dann zum Angrüßen wie eine große Einheit zusammenstehen, fühle ich mich in dieser Gruppe der Gleichgesinnten sehr wohl: Den Gesichtern um mich herum ist eine Mischung aus Aufregung und Neugier anzusehen. 

Nach der Eröffnungszeremonie erfolgt die Aufteilung in die vier Shajos und ich lerne meine Mitstreiter kenne, mit denen ich bei der Prüfung voraussichtlich ein Tachi bilden werde. Eine tolle Truppe, das merke ich gleich. Begeistert bin ich vor allem von der internationalen Mischung. Sie wird mit zu den eindringlichsten und schönsten Eindrücken der kommenden Tage: Spannende Menschen und Gespräche, zudem einige Einblicke, wie Kyudo anderswo gelebt wird. Interessant zum Beispiel, dass es das Kyu-System, wie es in Deutschland üblich ist, in einigen anderen Ländern überhaupt nicht gibt, und dass die Taihai-Erfahrung der einzelnen doch sehr unterschiedlich sind. Durch die sehr gute Vorbereitung im Vorfeld, sogar mit einem sehr intensiven Dan-Vorbereitungsseminar, fühle ich mich auf jeden Fall gut gewappnet für Seminar und Prüfung.

Unterrichtet wird jedes der vier Shajos von einem hochgraduierten japanischen Lehrer (mindestens 8. Dan Hanshi), die dabei unterstützt werden von je zwei europäischen Trainern. Übersetzt wird in der Regel ins Deutsche, Englische und Französische. Dass man nur einen japanischen Lehrer – den des eigenen Shajos – intensiver kennenlernt, ist etwas schade; eine Rotation bei einem nur dreitägigen Seminar scheint allerdings auch wenig sinnvoll zu sein. 

Die drei Seminartage sind ähnlich aufgebaut: Das Programm startet um 9 Uhr mit der Versammlung und endet um 17 Uhr mit dem Abgrüßen, unterbrochen von einer anderthalbstündigen Mittagspause (es gibt eine Lunchtüte mit zwei belegten Baguettes, Obst, Schokoriegel und Saft bzw. Milch). In meinem Shajo wird der Fokus besonders auf das Tahai gelegt und entsprechend intensiv eingeübt. Zwischendurch gibt es Programmpunkte für alle Semiarteilnehmer, etwa eine Theoriesitzung zu den fünf Grundprinzipien des Schießvorgangs (shahō shagi no kihon). 

Auf mehr als vier bis sechs Schüsse pro Tag kommt man nicht, was allerdings der Fokussierung auf diese wenige Schüsse durchaus dienlich ist. Als ich am ersten Abend noch zum angebotenen freien Training gehe, merke ich, dass ich dort weit weniger konzentriert schieße, weil mir offenbar die positive Anspannung des Seminarumfelds fehlt. An den Folgetagen verzichte ich deshalb auf diese zusätzlichen Trainingseinheiten. Sehr hilfreich – und beruhigend – finde ich jedoch, dass sich alle deutschen Teilnehmer am Ende eines Seminartages noch einmal versammeln und Fragen an Connie und Feliks Hoff, den unterstützenden deutschen Trainern, stellen können. Und vielleicht ein kleiner Tipp: Da man während des Seminars sehr viel Stehen oder Sitzen muss und die Luft einer Turnhalle ja auch nicht unbedingt die beste der Welt ist, bin ich sehr dankbar, nach den Seminartagen abends noch etwas spazieren zu gehen: Das lockert die Muskeln und pustet das Hirn schön durch, um die Tageserlebnisse noch einmal zu reflektieren. 

Und die Prüfung? Natürlich der Höhepunkt des Amsterdam-Trips. Ich erlebe sie als etwas sehr Würdiges, fast schon Feierliches. Eine sehr schöne Atmosphäre schon im Vorfeld: Viele raunen sich ein "Good luck!" entgegen oder umarmen sich noch einmal. Dann wird mein Tachi in die Halle gelassen und lässt sich erst einmal nieder im "Bus", den drei Reihen mit jeweils fünf Stühlen, in denen die Tachis nach und nach vorrücken, bis sie schließlich an der Reihe sind und zu ihrer Prüfung einmarschieren. 

Auf Bildern sehe ich hinterher, dass die meisten – wie ich auch – mit geschlossenen Augen voller Konzentration ihrem Auftritt entgegensehnen und noch einmal im Geiste die einzelnen Abläufe durchgehen. Die Prüfung selbst – das Eimarschieren, das Sitzen, das Schießen – erlebe ich dann so, als sei man Kopf auf angenehme Weise leer: Keinen störenden Gedanken, fast geschieht alles wie von Geisterhand gelenkt. Und doch nehme ich alles sehr bewusst wahr und speichere es gründlich in meinem Gehirn auf der Festplatte für besondere Erinnerungen ab. Ein sehr schönes Erlebnis!

Und was bleibt am Ende besonders in Erinnerung? Für mich persönlich zeigt das Seminar noch einmal ganz konzentriert, was mich an Kyudo fasziniert. Nicht nur die eleganten, auf den ersten Blick so leicht aussehenden, im Detail doch unglaublich komplexen Bewegungen. Sondern besonders auch die spannende Wechselwirkung zwischen Individuum und Gruppe. Bei der Prüfung etwa bewege ich mich wie in einem Kokon, ganz in mich selbst versunken und ganz allein für mein Können verantwortlich. Und doch bin ich ganz selbstverständlich (und sehr gerne) Teil einer Gruppe, meines Tachis, das ich bei der Prüfung sogar als Omae anführen darf. Genauso spannend bleibt für mich als Europäer, der stark zum Individualismus, zur Ungebundenheit und zur Infragestellung von Autoritäten erzogen wurde, sich in die klaren und starren Kyudo-Regeln einzubinden – mit der Gefahr, bei falschen Bewegungen schon einmal streng vom Lehrer zurechtgewiesen zu werden und somit im Erwachsenenalter in eine Schülerrolle zurückzukehren und diese ohne zu murren zu akzeptieren. Ein spannender Balanceakt, damit umzugehen. Was ich aber auf jeden Fall am Ende von drei Tagen Seminar und einem Tag Prüfung sagen kann: Das internationale Kyudo-Parkett, es gefällt mir sehr gut! (Text:Torsten Schöwing, Fotos: C. Brandl-Hoff)

Heki - Sommerseminare 1 + 2

Sekine Sensei schabt einen
Bogen in die korrekte Form
Taihai Demonstration - Offenes Seminar
F. Hoff und T. Baer.

Düsseldorf war der Austragungsort der beiden ersten deutschen Sommerseminare unserer Heki-Lehrer. Zum ersten, offenen Seminar waren nicht nur Herr Mori sondern auch Herr Kurosu und Herr Sekine angereist und leiteten erstmals zu dritt ein Seminar.
Nach der ersten Eingangsbeurteilung betreute jeder der Lehrer drei Mato, sod ass eine deutliche Intensität in der Begleitung und bei der Umsetzung der Korrekturvorgaben erzielt werden konnte.
Anwesende A/B-Trainer des DKyuB unterstützten organisatorisch und inhaltlich den Ablauf. Die Referate zu verschiedenen Themen sowie die Fragestunden boten ein reiches Angebot, dass neben der Schießpraxis wohl viele Teilnehmer ein Stück auf ihrem Kyudoweg vorwärts gebracht hat. Es wurden fast dreißig Fragen beantwortet aus den Bereichen Technik, Gerät, Übungsmethodik und Historie. 
In dem zweiten, internationalen Heki-Leader-Seminar bildeten gemäß der Ausschreibung überwiegend höher graduierte Kyujin den Teilnehmerkreis, der durch Schützen aus Finnland, Ungarn und Polen seine Internationalität erhielt.
In diesem Seminar unterrichtete Herr Kurosu überwiegend alleine, da die beiden anderen Lehrer ihren Verpflichtungen an anderen Lehrgangsorten wie Rottweil, Wien, sowie anschließend Warschau und Helsinki folgten. Er referierte u.a. über das Shahokun, die Bedeutung der verschiedenen Mato und Nobiai.
Lobenswert war nicht nur die gelungene Ausrichtung durch den Kyudo Verein Düsseldojo e.V., sondern auch die Arbeit der Übersetzer verdient ein besonderes Lob. Im Offenen Seminar teilten sich Thomas Baer und Stephan Köhn die Aufgaben, da es angesichts der drei Shajo und einer Makiwarazone reichlich zu tun gab. Im Leaderseminar war es in alt bewährter Weise Manfred Speidel, der für die Übertragung ins Deutsche Sorge trug.
Es bedarf noch einer genaueren Auswertung, ob der intensive Lehrer- und Übersetzereinsatz auch in den folgenden Jahren fortgeführt werden soll, das Feedback der Teilnehmer war ausschließlich positiv. (Text Feliks F. Hoff, Fotos Connie Brandl-Hoff)

Bundeslehrgang Frankfurt: Gewohnheiten durchbrechen

(Frankfurt den 23./24. April 2016) Zu einem Bundeslehrgang der etwas anderen Art luden Connie Brandl-Hoff und Shigeyasu Kameo nach Frankfurt ein. Das Thema "Eigene Gewohnheiten in Taihai und Technik des Kyudo durchbrechen" war für so viele Schützen interessant, dass trotz Erhöhung der Teilnehmerzahl auf 30 Personen nicht alle Interessenten aufgenommen werden konnten. Dem Thema wurde sich theoretisch und praktisch genähert. 
So hielt Shige einen Vortrag über limitierende Gewohnheiten, welche die eigene Entwicklung als Schütze behindern, und wie man diese durchbrechen kann. Shige: „Um limitierende Gewohnheiten zu durchbrechen, braucht es immer wieder von neuem Mut, Offenheit, Neugier und Lust auf Experimente. Jeder Pfeil soll so betrachtet werden, als wäre es der erste und der letzte.“
Um das Bewusstsein für die Stabilität und Arbeit des Körpers während der Hassetsu zu verbessern, schossen die Teilnehmer in einer praktischen Übung auf Weichbodenmatten stehend. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welch grundlegende Voraussetzung eine stabile und balancierte Ausrichtung des Körpers für einen kontrollierten Schuss darstellt. Eine weitere Übung sah vor, Teile des Taihai mit geschlossenen Augen auszuführen. Schließlich wurde die Aufgabe gestellt, einen Schuss ohne Bogen und Pfeil, aber mit dem vollen Bewusstsein für die Körperspannung auszuführen. Die Arbeit in Kleingruppen sowie die Unterstützung der beiden Lehrer halfen dabei, limitierende Gewohnheiten und Muster aufzuspüren, um so Raum für Neubewertungen und Weiterentwicklung zu schaffen. In entspannter Atmosphäre setzten Connie und Shige immer wieder neue Schwerpunkte, wozu auch manche persönliche Korrektur gehörte. Einen schönen und würdigen Abschluss fand das Wochenende mit einem Hitotsu-Mato von Connie und Shige.
In der Abschlussrunde äußerten sich dieTeilnehmer durchweg positiv über dieses Lehrgangskonzept und freuten sich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.
Ein herzliches Dankeschön auch an die Helfer vom Frankfurter Dojo, die nicht nur für perfekte technische Rahmenbedingungen, sondern auch bestens für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgten. (Stefan Brendel, Rolf Gückel, Fotos: Stefan Brendel)

Trainer C Ausbildung: Triduum Kyudoorum

(Hamburg, Ostern 2016) Vom Rheinland bis aus Berlin fanden sich an Karfreitag zwölf Trainer-C-Anwärter der Ausbildungsgruppe Nord im Alster-Dojo ein, um hier während der drei heiligen Ostertage drei besondere Tage der Ausbildung im Kyudo zu erleben.
In diesem 5. Seminar des gegenwärtigen Ausbildungsganges sollten die Teilnehmer hauptsächlich Lehrübungen zu verschiedenen Aufgabenstellungen gemäß dem Ausbildungsplan durchführen. Durchgängige Aspekte dabei waren das Rollenverständnis von Trainer und Schüler und die Sicherheitsbestimmungen. Die Gesamtleitung der Veranstaltung hatte die Vize-Präsidentin Ausbildung Connie Brandl-Hoff.
Unsere Lehrer Feliks F. Hoff, Connie Brandl-Hoff, Sorin Jurma und Dagmar und Thomas Baer hatten ein anspruchsvolles Programm ausgearbeitet und leiteten uns abwechselnd in jeweils ebenso wechselnden 3er- und 4er-Gruppen an. Diese Arbeitsstruktur eröffnete eine höchst individuelle Lernatmosphäre in gleichsam intensivem Miteinander.
Durch die unermüdliche Bereitschaft der Ausbilder, sich mit ihrer reichen Fach- und Lehrkompetenz für unser Lernziel einzubringen, wurde unser gemeinschaftliches Erarbeiten der jeweiligen Übungseinheiten hervorragend begleitet. [.......] (Karin Körner)
Der vollständige Seminarbericht steht hier als
PDF-Download zur Verfügung.

Frühjahrs-Gasshuku 2016 mit Mori-Sensei

"Das Schießen ist ein Schatzhaus, das man während des Schusses nicht verlassen sollte"

Das Frühjahrs-Gasshuku fand in diesem Jahr in der Landessportschule in Frankfurt statt und wurde von Mori-sensei gehalten.

An beiden Seminaren nahmen jeweils über 30 Schützen teil, überwiegend Trainer aus ganz Deutschland (und einer aus Norwegen). Es gab persönliche Korrekturen für jeden einzelnen, bei der die ganze Gruppe zuschauen und so für das eigene Unterrichten lernen konnte. Viele Fragen wurden von Mori sensei geduldig beantwortet und von Manfred Speidel übersetzt.
Ein Theorie-Thema widmete Mori sensei ausführlich der Bedeutung des Hineri und Fuseru in der Heki Schule. Unter anderem hilft Hineri in Zusammenarbeit mit Fuseru dabei, das Zielen zu stabilisieren und beschleunigt den Pfeilflug. Auch in vielen anderen Budokünsten arbeiten die Unterarme mit einer Drehung, zum Beispiel beim Schlag im Karate.
Viele weitere Fragen der Teilnehmer wurden beantwortet, unter anderem mit dem schönen Zitat, das als Überschrift dient.

Manfred Speidel, der vor fast genau 50 Jahren nach Japan ging und mit Kyudo anfing, wurde mit einem Fläschchen Rotwein als langjährigster Kyudoka außerhalb Japans gewürdigt. Danke an Connie, die daran gedacht hat.
Vielen Dank auch an das Kyudojo Frankfurt für die gute Organisation und Betreuung.
Der größte Dank aber gebührt Mori sensei, der trotz Jetlag mit unermüdlicher Geduld und guter Laune sechs anstrengende Tage lang seine Erfahrung im Schießen und Unterrichten an uns weitergegeben hat.
(Text: Christiane Schöniger, Fotos: Connie-Brandl-Hoff, Stefan Brendel)