Lehrgangsberichte aus den Ländern
Bericht vom Landeslehrgang in Neuburg
(Hamburg, den 24. Juni 2026) Der Landeslehrgang mit Prüfung bis einschließlich 1. Kyu in Neuburg an der Donau erfreut sich großer Beliebtheit, auch weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus. Aufgrund der großen Nachfrage wurden 33 Teilnehmer zugelassen. Neben den bayerischen Vereinen Neuburg, Erlangen, Schweitenkirchen und München-Ost konnten wir auch Gruppen aus Freiburg und Stuttgart sowie Schützen aus Heidelberg, Karlsruhe, Frankfurt, Hamburg und Berlin begrüßen. Während sich bei dem Lehrgang in Erlangen vor 4 Monaten sehr viele Makiwara-Schützen anmeldeten, waren es dieses Mal nur 5 Anwärter für 5. und 4. Kyu. Der Schwerpunkt lag klar bei den Mato-Schützen. Alleine für die Prüfung zum 1. Kyu gab es 12 Anmeldungen. Um vor Ort Zeit für das Schreiben und Auswerten der schriftlichen Prüfung zu sparen, wurden die Fragen, wie bei den Dan-Prüfungen, vorher per Mail verteilt und die Antworten ein paar Tage vor dem Lehrgang bei den Prüfern eingereicht.
Als Lehrer und Prüfer waren wieder Ingrid Haußner (Neuburg), Lilo Reinhardt (München-Ost) und Marcus Kleint (Freiburg) im Einsatz. Dieses Team arbeitet bereits seit einigen Jahren erfolgreich zusammen. Lilo und Ingrid leiten schon seit über 20 Jahren gemeinsam diesen Lehrgang.
Als Eröffnungszeremonie zeigten die Lehrer ein Hitotsu Mato Sharei. Dann durften die Teilnehmer zeigen, was sie können. Anschließend wurden viele Aspekte des Kihontai wiederholt und geübt und auch der eine oder andere individuelle Hinweis zur Verbesserung der Schießtechnik wurde gegeben. Dabei ging es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um die Freude am Schießen. In der letzten Runde schossen dann alle mit Kiai. Mit dieser positiven Energie wurde der praktische Teil des ersten Trainingstags erfolgreich abgerundet.
Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es noch einen kurzen Zwischenstopp bei der Eisdiele. Dann versteckten sich einige Dojo-Schläfer in ihren Schlafsäcken, während andere die milden Temperaturen nutzen, um das Hofgartenfest in Neuburg zu besuchen.
Der Sonntag startete mit etwas Gymnastik, bevor nochmal auf den Thema Shitsu eingegangen wurden. Nach vier frei geschossenen Pfeilen begannen die Kyu-Prüfungen. Während die Teilnehmer Mittagspause hatten, setzten sich die Prüfer zusammen, um die Prüfungsergebnisse zu diskutieren. Nachdem auch die Prüfer sich etwas am Buffet stärkten, kam es zur „Urteilsverkündung": 28 neue Kyu-Grade durften in die Pässe eingetragen werden. Die neuen 1. Kyu durften sich sogar über eine originelle Glückwunschkarte freuen. Im Anschluss wurde fleißig weitergeübt, mit weiteren Rückmeldungen von den Trainern. Zum Abschluss gab es nochmals eine Runde Taihai für alle.
Ohne einen engagierten Ausrichter wären solche Veranstaltungen nicht möglich. Deshalb ein dickes Dankeschön an Ingrid, Max und Markus von Judoclub Neuburg.
Und selbstverständlich auch vielen Dank an Lilo, Ingrid und Marcus, die mit viel Einsatz und jahrzehntelanger Erfahrung die Teilnehmer auf ihrem Weg des Bogens ein Stück begleiteten.
Landeslehrgang mit Prüfung bis 1. Kyu in Erlangen
(Hamburg, den 27. Februar 2026) Ursprünglich war der Lehrgang für das Wochenende 31. Januar/1.Februar geplant. Allerdings gab es in der Woche zuvor heftige Schneefälle in Erlangen. Aufgrund der enormen Schneelast auf dem Dach unserer Turnhalle wurde diese für den Sportbetrieb gesperrt. Glücklicherweise konnte kurzfristig ein Ersatztermin gefunden werden, an dem die Trainer und Prüfer Zeit hatten und auch die Halle zur Verfügung stand. Und ein Großteil der Teilnehmer hatte auch die Möglichkeit, sich für den Ersatztermin Zeit zu nehmen. Mit 26 Anmeldungen war der Lehrgang wieder ausgebucht.
An dem Lehrgang nahmen interessanterweise sehr viele Anwärter zum 5. und 4. Kyu teil, auch aus weiter entfernten Vereinen. So stellten wir 4 Makiwara auf, beschränkten uns auf 5 Mato.
Als Trainer waren wieder Ingrid Haußner, Andreas Naumann und Stefan Brendel im Einsatz. Unterstützung bekamen sie von den Trainer-Anwärtern Stephan und Mario. Gestartet wurde am Samstag mit einer Demonstration der Lehrenden. Schließlich sollte man als Trainer immer mit gutem Beispiel vorangehen. Anschließend zeigten die Teilnehmenden, auf welchem Stand sie aktuell sind.
Zielgruppenspezifisch wurden zwei unterschiedliche Vorträge vorbereitet. Für die Mato-Schützen gab es von Andreas ausführliche Informationen über den Themenkomplex „Kihontai". Direkt im Anschluss wurde das Erlernte in unterschiedlichen Übungen in die Praxis umgesetzt. Ingrid informierte die Makiwara-Schützen über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Shamen und Shomen.
Der restliche Tag wurde intensiv genutzt. Vor dem Mato wurde ausschließlich im Taihai geübt. Wo notwendig, gab es Rückmeldung zur Schießtechnik und den Bewegungen in der Gruppe. Auch vor dem Makiwara wurde fleißig trainiert. Da haben sich alle die Pizza oder Pasta beim gemeinsamen Abendessen redlich verdient.
Um keine kostbare Trainingszeit für das Schreiben und Lesen der schriftlichen Prüfung der Anwärter zum 1. Kyu zu verlieren, wurden die Fragen vorab an die Kandidaten geschickt und die Antworten konnten von den Prüfern vor dem Lehrgang in Ruhe durchgeschaut werden. Dieses Vorgehen ist seit einigen Jahren bei den Dan-Prüfungen bewährte Praxis.
Der Sonntag begann würdevoll mit einem Yawatashi, präsentiert von Stefan (ite), Andreas (dai ichi kaizoe) und Ingrid (dai ni kaizoe). Nach einer Einheit zum Thema „Shitsu" gab es noch eine Generalprobe, bevor dann die Prüfung startete.
Auch wenn dem ein oder anderen Schützen die Nervosität anzusehen war, sorgte die freundlich konstruktive Stimmung, die während des ganzen Wochenendes herrschte, für viele neue Graduierungen. So gab es 4x den 5. Kyu, 9x den 4. Kyu, 2x den 3. Kyu, 2x den 2. Kyu und 6x den 1. Kyu. Herzlichen Glückwunsch.
Die Gastgeber sorgten wieder für einen reibungslosen Ablauf und füllten das Buffet üppig mit herzhaften und süßen Speisen. Vielen Dank dafür. (Text: Stefan Brendel, Bilder: Stefan Brendel, Rüdiger Ahrenhöfer)









