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Dresden, den 13.06.2012 Deutsche Meisterschaften - 9./10. Juni 2012, Dresden. Leicht waren die Siege bei der Deutschen Kyudo-Meisterschaft diesmal nicht zu haben: Schon die ersten beiden Entscheidungen fielen im Stechen. Hochspannung bei den Wettkämpfen in Dresden. Zum Auftakt lieferten sich Sven Zimmermann aus dem Rhein-Dojo in Bonn und Peter Wankerl aus dem Ryo Un Kan-Dojo im oberbayerischen Weilheim ein packendes Duell um den Sempai-Titel. Barbara Lemke aus Nürnberg sicherte sich mit vier Treffern den dritten Platz. Sven Zimmermann und Peter Wankerl gingen mit fünf Treffern ins Stechen. Nach dem ersten Durchgang lagen die beiden Kontrahenten weiter gleichauf. In der zweiten Runde aber konnte der Oberbayer gleich seinen ersten Pfeil im Mato platzieren und so den Sieg bei den Deutschen Meisterschaften der Sempai erringen.

Die Einzelmeisterschaften der 1. bis 4. Dan-Graduierten begannen mit einer Runde mit Stilbewertung, die 16 Besten gingen dann paarweise ins Tournament. Spannung kam beim Zweikampf um den dritten Platz auf: DKyuB-Präsident Michael Brettschneider konnte das Duell mit einem näher am Zentrum des Matos platzierten Pfeil für sich entscheiden. Im Finale traten dann der Erlanger Stefan Brendel und Harald Kühn aus dem Dojo Karlsruhe gegeneinander an. Äußerlich ungerührt traf Stefan Brendel sicher und holte sich den Einzeltitel. „Innerlich war ich dabei aber schon am Brodeln“, sagte der Träger des 4. Dan, der 2011 erstmals bei einer DM angetreten war und dabei gleich den 1. Platz mit der Bayerischen Mannschaft belegte. Den Stilpreis erhielt mit einer Bewertung von 30,2 Punkten Tuğrul Richter aus dem Alster-Dojo in Hamburg. Der 33jährige hat 2007 mit Kyudo begonnen. Nachdem er die Stilauszeichnung schon zwei Mal als Kyu-Graduierter gewonnen hat, errrang er sie nun zum ersten Mal als Träger des 3. Dan.

Der zweite Tag des nationalen Turniers begann mit den Mannschafts-Meisterschaften. Pech hatte zu Beginn das bayerische Team: Vor Carola Lehmanns Schuss fiel das Mato herab, der sauber platzierte Pfeil konnte nicht gewertet werden und wurde wiederholt. Den Sieg machten die Tachis aus der Pfalz (Michael Meßler, Arne Brachmann, Frank Neurohr) und Berlin unter sich aus: Sie erzielten jeweils 30 Treffer und gingen ins Stechen. Die nervenstarken Berliner Melanie Himmel, Markus Kosselt und Boris Proppe konnten schließlich den Mannschaftstitel nach zweimaligem Stechen mit 2:1 Treffern in die Hauptstadt holen.
 Den Abschluss fand das zweitägige Kyudo-Fest mit den Einzelmeisterschaften der Kyu-Grade. Die Stilwertung in der Vorrunde konnte Frank Neurohr für sich entscheiden – denkbar knapp, den er lag gleichauf mit Rosa Russo bei 28,3 Punkten. Da Frank Neurohr aus Bad Dürkheim mit dem ersten Pfeil getroffen hatte, Rosa Russo jedoch mit dem 2. Pfeil, wurde ihm die Stilwertung zuerkannt. Aus Zeitgründen wurde dann für die zweite Runde der Kyu-Grade der Modus verändert: bis zu zehn Schützen traten gleichzeitig an. Mit hervorragenden sieben Treffern bei zehn geschossenen Pfeilen holte sich Nadine Emmer aus Dresden den Titel in dieser Kategorie, gefolgt von Min-Ang Dang aus Berlin mit sechs Treffern. Der dritte Platz wurde im Enkin-Modus unter vier Schützen ausgetragen. Dabei konnte Frank Neurohr mit einem gut gezielten Schuss seine Siegesserie fortsetzen.
 Dass die Deutschen Meisterschaften in Dresden zu einem wahren Kyudo-Fest wurden, liegt aber nicht nur an den spannenden Wettkämpfen. Ebenso großen Anteil am Gelingen der Veranstaltung trägt die perfekte Vorbereitung und Organisation durch die Kyudoka des Dresdner Vereins um Alexander Höfer, Michaela Surke, Eckhard Boesa und Angela Herkt in Zusammenarbeit mit der Vizepräsidentin für Wettkampf, Christiane Schöniger, und Andreas Naumann aus Frankfurt. André Beaupoil
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